{"id":1027,"date":"2019-04-26T21:44:34","date_gmt":"2019-04-26T19:44:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergl2019.eu\/?page_id=1027"},"modified":"2019-04-26T21:58:28","modified_gmt":"2019-04-26T19:58:28","slug":"melk-benediktinerstift-melk-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bergl2019.eu\/en\/orte-des-schaffens\/melk-benediktinerstift-melk-2\/","title":{"rendered":"Melk, Benediktinerstift Melk"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahr 1763 beauftragte Abt Urban II. Hauer (reg. 1763-1785) Johann Wenzel Bergl mit der Ausstattung des Lusthauses, das bereits unter seinem Vorg\u00e4nger errichtet worden war. Wie in Schloss Ober-St. Veit stattete er in den Jahren 1763\/64 zwei R\u00e4ume im Gartenpavillon mit exotischen Landschaften aus. Vegetation und Tiergruppen erinnern stark an die Malereien in Schloss Ober-St. Veit [siehe Orte des Schaffens Schloss Ober-St. Veit] wurden aber neu zusammengesetzt. <\/p>\n\n\n\n<p>Als Vorbild diente Bergl eine Tapisserienserie, die sogenannten Indes, die in Frankreich gewirkt worden waren und meist als diplomatische Geschenke verliehen wurden. Die Wandteppiche zeigen eine artifizielle Tier- und Pflanzenwelt, die nach \u00e4sthetischen Kriterien angeordnet wurde. <\/p>\n\n\n\n<p>Bergl setzte Elemente aus den Tapisserien nach neuen Gesichtspunkten in das Medium der Malerei, als Wandmalereien, um. B\u00e4ume in den Ecken und Fensternischenkanten verschleiern die Raumgrenzen. Wasser scheint aus der Malerei in den realen Raum zu pl\u00e4tschern und Ranken \u00fcber die Br\u00fcstung zu klettern. Die illusionistische Landschaft wirkt so als w\u00fcrde sie mit der realen Architektur verschmelzen und in der Gartenanlage ihre Fortsetzung finden. Im zentralen Hauptraum verband Bergl die Allegorien der bekannten Erdteile mit der in Gartenarchitekturen beliebten Thematik der Jahreszeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"707\" src=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01407-Kopie-1-1024x707.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1011\" srcset=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01407-Kopie-1-1024x707.jpg 1024w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01407-Kopie-1-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01407-Kopie-1-768x530.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption> Stift Melk, Gartenpavillon, Christine Fischeneder-Meiseneder <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Abt Urban II. trat als M\u00e4zen Bergls auf und besch\u00e4ftigte ihn\nbis zu seinem Lebensende immer wieder, auch mit Gelegenheitsarbeiten. <\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren 1766\/67 stattete er das Sommerschloss der\nMelker Benediktiner in Pielach mit alttestamentarischen Szenen, eingebettet in\nillusionistische exotische wie auch vertraute Landschaften und Tierwelten, aus.\n[N\u00e4here Informationen erhalten Sie unter Orte des Schaffens Schloss Pielach.] <\/p>\n\n\n\n<p>In der Klosterbibliothek des Benediktinerstiftes erfolgte in den Jahren 1767\/68 die malerische Ausstattung der Oberen Bibliotheksr\u00e4ume, der Oberen G\u00e4stezimmer und des nicht mehr erhaltenen Theaters. In der Oberen Bibliothek nahm Bergl Bezug auf die Funktion der R\u00e4ume wie die Aufnahme der Mineralien-, Conchylien- und M\u00fcnzsammlung und pr\u00e4sentierte einzelne ausgew\u00e4hlte Exemplare am Fresco. Putti, die Fische pr\u00e4sentieren, phantastische Meerestiere, Apoll und die Musen geziert von zarten Bl\u00e4ttergirlanden finden sich in den S\u00e4len. Illusionistische Architekturen wie das Portal im Oberen Bibliothekssaal und beim Treppenaufgang stammen auch von Bergl. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01488-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-985\" srcset=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01488-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01488-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/DSC01488-768x511.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Stift Melk, Gartenpavillon, Christine Fischeneder-Meiseneder<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1781 entstanden in den Nischen des gro\u00dfen Bibliothekssaals\nBergls Architekturmalereien anstelle der Gelehrtenbildnisse von Franz\nRosenstingl, ebenso bemalte er die Festungsmauer, den Schimmelturm und das Giebelfeld\nam Kammertrakt. Im folgenden Jahr erhielt er den Auftrag f\u00fcr die Ausstattung\nvon G\u00e4stezimmern und die malerische Erneuerung der Pr\u00e4laturkapelle. [N\u00e4here\nInformationen erhalten Sie unter Orte des Schaffens Pr\u00e4laturkapelle.]<\/p>\n\n\n\n<p>Altarbilder f\u00fcr Melker Stiftspfarren sowie die nicht\n\u00fcberlieferte Ausstattung der Prioratszimmer erfolgten bis 1786 und stellen die\nletzten Arbeiten Johann Wenzel Bergls dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1763 beauftragte Abt Urban II. Hauer (reg. 1763-1785) Johann Wenzel Bergl mit der Ausstattung des Lusthauses, das bereits unter seinem Vorg\u00e4nger errichtet worden war. Wie in Schloss Ober-St. Veit stattete er in den Jahren 1763\/64 zwei R\u00e4ume im Gartenpavillon mit exotischen Landschaften aus. 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