{"id":318,"date":"2019-03-16T11:45:18","date_gmt":"2019-03-16T10:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergl2019.eu\/?page_id=318"},"modified":"2019-04-26T21:47:09","modified_gmt":"2019-04-26T19:47:09","slug":"orte-des-schaffens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bergl2019.eu\/cs\/orte-des-schaffens\/","title":{"rendered":"Orte des Schaffens"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"438\" src=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/cropped-Bergl_Ausschnitte2-2-1024x438.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-319\" srcset=\"https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/cropped-Bergl_Ausschnitte2-2-1024x438.jpg 1024w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/cropped-Bergl_Ausschnitte2-2-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/cropped-Bergl_Ausschnitte2-2-768x329.jpg 768w, https:\/\/www.bergl2019.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/cropped-Bergl_Ausschnitte2-2.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Selbstportr\u00e4t Johann Wenzel Bergl<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Johann\nWenzel Bergl z\u00e4hlt zu den weniger bekannten K\u00fcnstlern des mitteleurop\u00e4ischen\nSp\u00e4tbarock. Sieht man von den &#8222;Bergl-Zimmern&#8220; ab, den phantastischen\nLandschaftsmalereien, die quasi zum Markenzeichen des Malers avancierten,\ngeriet seine umfangreiche T\u00e4tigkeit beinahe in Vergessenheit. Dieser Umstand\nmag einerseits durch die Zerst\u00f6rung mancher wichtiger Werke begr\u00fcndet sein,\nliegt aber andererseits wohl auch am expressiven Charakter seiner Figuren, die\nsich einem klassischen Ideal verweigern. Sicher ist er aber auch auf den\ndekorativen Wert von Bergls Sch\u00f6pfungen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Dabei war sich der Maler\ndieser Qualit\u00e4t durchaus bewusst, bediente er doch nicht nur die aufwendige\nMalerei &#8222;al fresco&#8220;, sondern bot seiner Klientel auch preisg\u00fcnstigere\nL\u00f6sungen auf trockenem Putz (&#8222;al secco&#8220;) an. Die begrenzten\ngestalterischen M\u00f6glichkeiten, die sich aus dieser technischen Pr\u00e4misse\nergaben, \u00fcberspielte Bergl mit beneidenswerter Leichtigkeit &#8211; der koloristische\nEffekt, den er zu erzielen vermochte, ist zu den H\u00f6chstleistungen der Epoche zu\nz\u00e4hlen. Auch sein Umgang mit dem Illusionismus ist ausgesprochen individuell;\nseine mit Phantasielandschaften ausgemalten Zimmer \u00f6ffnen die W\u00e4nde in weite\nFernen, wobei die eingestellten Pflanzen und Gew\u00e4chse die Kanten und \u00dcberg\u00e4nge\ndes Realraumes verschleiern.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk\nJohann Wenzel Bergls besticht durch Ambivalenzen, die unter der Oberfl\u00e4che zu\nentdecken sind. Unter schablonenhafter Gestaltung verbirgt sich eine\nleidenschaftliche Expressivit\u00e4t, die weit \u00fcber die Grenzen barocker Konvention\nhinausweist. Rauschende Farbigkeit trifft auf Deformierungen der K\u00f6rper und Gesichter,\ndie das Verlangen nach &#8222;sch\u00f6nen&#8220; Gestalten als belanglos hinterfr\u00e4gt:\nIm Glitzern, im Schillern hat sich alles einem dynamischen, sich stetig\nwandelndem Prinzip unterzuordnen. Unter diesem Blickwinkel wird Bergl zu einem\nVertreter des Rokoko <em>par excellence<\/em>.&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johann Wenzel Bergl z\u00e4hlt zu den weniger bekannten K\u00fcnstlern des mitteleurop\u00e4ischen Sp\u00e4tbarock. Sieht man von den &#8222;Bergl-Zimmern&#8220; ab, den phantastischen Landschaftsmalereien, die quasi zum Markenzeichen des Malers avancierten, geriet seine umfangreiche T\u00e4tigkeit beinahe in Vergessenheit. 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